Fahrzeuge> Lore L17



Lore 17 neben der Servicewerkstatt Flughafendamm_______________________Foto: D.Krebs FdBS


Geschichte des Fahrzeuges

Der Tw 921 gehörte zu einer Serie von 28 Triebwagen und 28 gleichen Beiwagen, die ab 1955 als erste Gelenktriebwagen in den Bestand der BSAG kamen. Ziel war es, in den einzelnen Wagen eine größere Kapazität zu schaffen und damit einen Schaffner gegenüber den bisherigen Dreiwagenzügen einzusparen. Da während der Entwicklung der neuen Züge gerade die Lieferung einer Serie von Zweiachsern lief, entschloss man sich, Teile dieser im Bau befindlichen Wagen weiterzuverwenden und daher einen Zweiachser mit einachsigem Nachläufer zu entwickeln. Während die Vorderteile von der BSAG als Eigenbau gefertigt wurden, kamen die Nachläufer von der Hansa-Waggonbau GmbH. Schnell bekamen die Fahrzeuge wegen ihrer schlechten Laufeigenschaften den Spitznamen "Ackerwagen". Aus diesem Grund ersparte man sich auch den Bau von eigentlich geplanten weiteren sieben Zügen.
Tw 921 kam 1957 in den Bestand. Ab 1970 dann unter der neuen Nummer 849. 1971, nach seiner Ausmusterung, sollte der 849 noch als Arbeitswagen weiterleben – zumindest sein Fahrgestell.
Zu diesem Zweck wurde 1972 auf das jetzt motorlose Fahrgestell ein offener Aufbau mit Seitenklappen gebaut und das Fahrzeug im orangen Farbton der Arbeitswagen lackiert. Fortan trug die Lore die Bezeichnung L17 und dient als normales Arbeitsfahrzeug, wie auch als museales Ausstellungsstück im Depot Sebaldsbrück.


Technische Daten


Hersteller: Bremer Straßenbahn AG
Baujahr: 1957 ursprünglicher dreiachsiger Gelenkwagen
Ende des Linieneinsatzes: 1972 Rückbau zur Lore 17
Länge über Rammbügel: 7500 mm
Breite: 1925 mm
Höhe: 1256 mm
Gewicht: 5t / 12t zulässiges Gesamtgewicht
Sitzplätze: -
Stehplätze: -
Motor: -
Leistung: -
Fahrschalter: -
Bremse: Schienenbremse 2 x 4t, Solenoidbremse AEG MB 16, Feststellbremse mechanisch
z. Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h